Da hatte ich doch letzte Woche ein Erlebnis der besonderen Art. Meine nach OP eingeschränkte Beweglichkeit führte dazu, dass ich auf die Dienste eines Krankentransportunternehmens angewiesen war. Wegen der ausgefallenen Klimaanlage im Fahrzeug befand sich der Kollege Krankentransporteur im Stress, der sich anfangs in verbalen Angriffen auf seinen Fahrer äußerte. Als wir vor meiner Residenz eintrafen, frug er mich, was dies denn für ein "Scheißaufkleber" auf dem PKW sei. Da der Firmensitz des Transportunternehmens Mahlsdorf Süd ist, war meine Gegenfrage, ob er Union-Fan sei. Darauf kam die Antwort er sei Preußen-Fan. Gibt es doch gar nicht mehr, war meine Antwort. Gibt es wieder war seine Antwort : Der Holzmann Georg, ein Schwede und ein echter Preußen-Prinz würden den Verein zu neuer Blüte führen. Meinen freundlichen Hinweis, dass man hoffentlich diesmal einen wirklichen Finanzfachmann dabei hat, beantwortete er mit dem Satz: Ohne den Juden aus Amerika gäbe es Euch längst nicht mehr. Wegen des antisemitischen Untertones verzichtete ich darauf, ihm prinzipiell zuzustimmen. Nach dem Aussteigen fragte er uns (meine holde Gattin war inzwischen dazu gekommen) nach einem Rundumblick dann, was es denn für ein Gefühl sei auf die ganzen Plattenbauten rundum zu schauen. Meiner Frau fiel dazu nur ein: ein besseres Gefühl als andersherum. Auf seine abschließende Frage, ob dies hier ein Stasisiedlung sei, fiel uns dann allerdings nix mehr ein. Abschließend sei zur Ehrenrettung aller Krankentransporteure erwähnt, dass meine Erfahrungen mit diesem Berufsstand ansonsten ausschließlich positiv waren ...
Naja, lieber einen Juden aus Amerika als einen Musel vom Golf. Ausnahme George Soros. Ansonsten nennt sich die Truppe laut RBB Preußen Berlin Capitals, hat aberwitzige 9 Geldgeber und sucht verzweifelt eine Halle. Das dürfte kaum mehr als ein Traumtanz sein.
Von mir aus gern wieder Derbys. Wichtig ist Nachwuchsarbeit, davon profitieren wir doch auch. Welcher interessierte und talentierte Junge schafft es denn täglich aus dem Südwesten zB nach Hohenschönhausen.
Mal was Neues aus der Gruft: Der Berliner Eissport-Verband e.V. hat auf einem außerordentlichen Verbandstag den Aufnahmeantrag des Berliner Capitals Akademie e.V. abgelehnt. Dabei kam es zu einem Eklat. Bei arktischen -3° C warteten die Vertreter der Capitals 45 Minuten lang vergeblich darauf, vorgelassen zu werden. Die Mitglieder des BEV fühlten sich ausreichend informiert und verzichteten auf eine Anhörung. Ob auch der Preußenprinz zu den Betroffenen vom Berliner Frostgate gehört, ist nicht überliefert.
Mir fehlt da komplett der Durchblick wer wofür abstimmen muss. Und warum. Mir fallen halt Leute ein wie Runkel der hier bald unters Dach kommt und bei den Preussen seine ersten Jahre durchlief. Mit den bisherigen 11 Titeln sind wir denen eh auf ewig enteilt.
Der Wegner Kai ( obwohl es da mal nicht um Tennis geht) und die Frau mit den mehrfachen Schwierigkeiten bei akademischen Arbeiten sollten doch da schon aus regionalen Gründen helfen können